Blog · Lieblingsprojekte

Zukunftsvisionen

Die Internationale Bauaustellung 2020 sollte lange in Berlin stattfinden. Das wurde vor ein paar Monaten abgesagt- aus Kostengründen hießt es.

Jetzt wird die IBA in Wien 2020 stattfinden. So ändern sich die Dinge. Aus Liebe der tollen Zeichnungen vom Thomas Rustemeyer zur IBA 2020 in Berlin hier ein kleiner Vorgeschmack auf den Raumwagen und seine Einsätze:raumwageninaktionred.jpg

 

 

Lieblingsprojekte

Intervention vers. Isolation

Wie man mit einfachen Mitteln und Strategien Großes erreichen kann ist spannend. Wie kann man die Gesellschaft und das Alltagsleben mit dem Aufstellen einer Bank beeinflussen? So:

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Das Amsterdamer Kollektiv „BenchesCollective“ veranstaltet 1 mal im Monat eine stadtweite Aktion. Jede*r kann mitmachen und seine „Bank“ eröffnen. Also quasi einen Treffpunkt kreieren und eigens überlegte Aktionen und Produkte auf Spendenbasis anbieten. Coole Sache und es verbreitet sich schon!

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In Österreich verschwinden hingegen immer mehr Hausbänke, die so prägend für viele Formen der Ortsgemeinschaften waren. Dort setze man sich nieder, betrachtete das Geschehen, begegnete sich, tauschte sich aus. Pufff. Jetzt sitzt man halt dinnen oder lehnt aus dem Fenster, um aus sicherem Abstand Zeuge zu sein.

Wie wär’s, wenn wir wieder mehr Raum_wagen? Mit Bänken oder anderen Gegenständen? Mit unseren Körpern und unserem Ideen. Auf geht’s!

Mehr Infos hier!

Lieblingsprojekte

Lieblingsprojekt: Offene Werkstätten

selbermachen-02.jpgDer Verbund ist ein Zusammenschluss von Projekten und Initiativen, die Offene Werkstätten für Handwerk, Kunst, Reparatur, Recycling und andere Aktivitäten betreiben. Offene Werkstätten stehen eng in Kontakt mit ihrem jeweiligen Umfeld – mal als Teil, mal als Kontrast.

In Offenen Werkstätten wird geteilt, was fürs Selbermachen nötig ist: Wissen und Materialien, Werkzeuge, Maschinen und Räume. Offene Werkstätten sind Orte der Möglichkeiten für Viele, nicht des Geschäfts für Wenige. Sie bieten den nötigen Raum und eine produktive Infrastruktur für Eigeninitiative und selbständiges Arbeiten. Der Verbund repräsentiert Offene Werkstatt – Projekte bundesweit und ist Sprachrohr für die Ideen rund um „Freiraum zum Selbermachen“.

Mehr Infos unter: offene Werkstätten

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Ort schafft Ort?

ll_dvd_anzeige_10x10_uncoatedDer Film portraitiert acht Orte und ihre Menschen in Deutschland und Österreich. Er zeigt, wie durch baukulturelles Engagement lebendige Orte entstehen.

Beispielsweise durch eine Gemeindeentwicklung, die den Ortskern stärkt wie in Ottensheim oder durch den Mut zu unkonventionellen, baulichen Veränderungen wie in Hopfgarten in Defereggen. Die Strategien unterscheiden sich, doch alle bauen auf Identifikation, Ortskenntnis und den starken persönlichen Bezug der Bewohner zu ihren Dörfern und Städten. Egal ob es sich um die Gründung einer Schule im Dorf Lüchow oder den Umbau eines historischen Ensembles in Volkenroda handelt, ohne das Engagement der Menschen vor Ort wäre das Weiterbauen an der Gemeinde nicht in dieser Qualität möglich gewesen. Langfristige strategische Planung ist dabei genauso wichtig wie die Förderung qualitätsvoller Architektur und die Gestaltung öffentlicher Räume. Beides hat das Potenzial, die Verbundenheit der Bewohner mit dem Ort zu stärken und die Identität der Gemeinde zu festigen. Wie in Hinterstoder zu bemerken, spielt dabei auch immer die breite Kommunikation mit allen Interessierten eine wichtige Rolle. In Zwischenwasser ist der konsequente Einsatz eines Gestaltungsbeirats bei ausnahmslos allen Bauvorhaben zu einem zentralen Instrument in der Kommunikation zwischen Fachleuten, Verwaltung und Bauwerbern geworden. In Weyarn ist es die jahrzehntelange Arbeit mit Bürgerbeteiligung und in der Kleinstadt Luckenwalde ist es eine gewissenhafte strategische Stadtplanung mit ungewöhnlichen Umnutzungsprojekten, die zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Und doch ist es immer auch eine Herausforderung, allen, die sich an den baukulturellen Entwicklungen beteiligen möchten, auf Augenhöhe zu begegnen. Gezeigt wird, wie dieser Prozess gelingen kann, welche Stolpersteine er birgt und was selbst unter erschwerten Bedingungen entstehen kann, wenn die Beteiligten die nötige Ausdauer und Beharrlichkeit haben.

„Das Land“ ist heute geprägt von Gegensätzen – von schrumpfenden Regionen bis zu dynamischen Siedlungsräumen, von Streusiedlungen über Dörfer bis zu Kleinstädten mit urbanem Flair. Wie groß das Potenzial für positive Entwicklungen in diesen so unterschiedlichen Lebensräumen sein kann, davon erzählen die Menschen im Film „Ort schafft Ort“.

Buch, Kamera, Schnitt: Robert Schabus
Recherche: Roland Gruber, Thomas Moser
© 2014 Robert Schabus

Mehr Infos unter: film

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Planning unplanned

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Darf Kunst eine Funktion haben? Towards a New Function of Art in Society

Seit der Finanzkrise entwickeln sich zunehmend (neue) ökonomische Modelle, die auf einem gemeinwirtschaftlichen Interesse basieren und eine Neubetrachtung unseres Wertesystems einfordern. In der Stadtentwicklung übernahmen in den letzten 15 Jahren im Kontext von Deindustrialisierung, Deregulierung und Privatisierung neben Architekten und Urbanisten zunehmend auch Künstler eine zentrale Rolle bei der Umstrukturierung. Im nun vorliegenden Buch analysiert Barbara Holub zusammen mit namhaften internationalen Praktikern und Theoretikern aus Kunst, Urbanismus, Philosophie, Anthropologie und Soziologie sowie Politikern und Verwaltungsbeamten, welche Bedeutung künstlerisch-urbane Praktiken im Kontext einer verstärkt investorenorientierten (Stadt-)Planung zukommt, und lotet die Möglichkeiten der neuen, transdisziplinären Rolle des Urban Practitioner aus.

Barbara Holub und Christine Hohenbüchler (Hrsg.)

mehr Infos unter: transparadiso

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Leere beseitigen. Vielfalt sichern.

 

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Wie kann Stadt Raum für alle sein und Selbstbestimmung und Selbstverwaltung in der Praxis ermöglichen? Leerstand ist ein Produkt der (neo-)liberalen Stadtentwicklung, ein Riss im Schleier kapitalistischer Raumordnung. Leerstand eröffnet neue Denk- und Handlungsräume und kann Einstiegspunkt für einen alternativen Umgang mit drängenden städtischen Problemen sein. Leerstand ist kein isoliertes Teilproblem, sondern berührt Fragen, die alle angehen.

Mehr Infos und gratis download hier